Auf Initiative von Tanja Bubenik (Mitglied im VdU Bayern Nord) und Annekatrin Helm (stellv. Vorsitzende der Frauen Union Rhön-Grabfeld), trafen sich sechs Unternehmerinnen des VdU Bayern Nord, mit dem bayerischen Landtagsabgeordneten Steffen Vogel.
Bürokratieabbau braucht Vertrauen
Steffen Vogel, Leiter der Enquete-Kommission „Bürokratieabbau“ des Bayerischen Landtags, machte deutlich: Bürokratie ist längst mehr als ein kleiner Stolperstein, sondern eine wachsende Hürde. Einigkeit bestand darin, dass nicht nur Gesetze und Verordnungen entscheidend sind, sondern ein grundlegender Kulturwandel in den Behörden. Vertrauen zwischen Staat und Bürger*innen sei dabei der zentrale Schlüssel.
Digitalisierung als Schlüssel
Anhand konkreter Beispiele zeigten die Unternehmerinnen, wie dringend einheitliche digitale Plattformen für Anträge und Behördenkommunikation gebraucht werden. Datenschutz dürfe dabei nicht als Blockade wirken, sondern müsse einen sicheren Rahmen für moderne Prozesse schaffen.
Fördergelder: zu komplex und zu langsam
Kritisch diskutiert wurde zudem das unübersichtliche Fördersystem: Zu viele Programme, komplizierte Verfahren und verzögerte Auszahlungen führen dazu, dass Unternehmerinnen auf Unterstützung verzichten. Hier braucht es mehr Transparenz und klare Strukturen.
Blick nach vorn
Steffen Vogel stellte die Arbeit und den Zeitplan seiner Kommission vor. Sein Anspruch: „Schlank, modern & digital – wie mache ich den Apparat besser?“ Für beide Seiten war das Treffen ein wertvoller Austausch, der fortgesetzt werden soll, um die Perspektiven der Unternehmerinnen direkt in politische Prozesse einzubringen. Zum Abschluss stellte Vogel klar: „Mir ist egal, wem man am Ende die Ergebnisse zurechnet – Hauptsache, es bewegt sich etwas.“
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