„Thomas bleibt die Nummer Eins: In den Vorstandsetagen setzt man wieder auf alte Muster und beruft vornehmlich Männer. So gibt es wieder einmal mehr Thomasse in Vorständen als Frauen insgesamt. Dabei ist Vielfalt kein Risiko, sondern Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft.“ – so bringt es VdU-Präsidentin Christina D.-Puello auf den Punkt.
Laut dem aktuellen Bericht „Krisenlähmung“ der AllBright Stiftung stagniert der Frauenanteil in deutschen Vorständen bei nur 19,7 % – und bei den Neubesetzungen ist der Anteil weiblicher Führungskräfte sogar von 37 % auf 20 % gefallen.
In unsicheren Zeiten greifen dem Bericht zufolge viele Aufsichtsräte wieder auf „bewährte Muster“ zurück – sprich: auf Männer, die ihre Ausbildung in Westdeutschland absolviert haben und das auch noch hauptsächlich in den Wirtschaftswissenschaften. Das bremst nicht nur die Modernisierung der Unternehmensführung, sondern ist auch ein Warnsignal für die Gleichstellung in Deutschland.
Denn während Frauen und Männer hierzulande fast gleich häufig erwerbstätig sind, liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen generell mit 29 % deutlich unter dem EU-Durchschnitt (35 %). Ein Hauptgrund: die hohe Teilzeitquote.
Deshalb setzt sich der VdU für bessere Rahmenbedingungen und mehr Flexibilität für Frauen in der Wirtschaft und insbesondere als Führungskräfte ein. Denn Frauen stoßen noch immer an eine sogenannte „gläserne Decke“, geschaffen durch Vorurteile und tradierte Rollenbilder. Diese gilt es zu durchbrechen, damit Karriere und Verantwortung keine Frage des Geschlechts mehr sind.
Es ist Zeit, das Krisenmuster zu durchbrechen. Für mehr Frauen, Mut und Modernität in deutschen Chefetagen. Denn Gleichstellung ist längst ein Standortfaktor und stärkt Innovationskraft, Fachkräftesicherung und internationale Wettbewerbsfähigkeit!
(c9 VdU